Ablauf der Implantation

Um das Implantat, in die entsprechend vorbereitete Knochenhöhle im Kiefer, eindrehen zu können, erfolgt der Ablauf einer Implantation in der Praxis von Dr. med. dent. Fritz Kollmar, in verschiedenen Schritten.

Die Implantationsoperation wird in den meisten Fällen bei örtlicher Anästhesie ambulant durchgeführt und verläuft meistens ohne Schmerzen. Die Schleimhaut an der betroffenen Stelle wird zur Seite gelegt und das Implantatbett wird individuell und stufenweise vorbereitet. Um eine Überhitzung des Knochens zu vermeiden, wird die Vorbereitung mit geringer Drehzahl des rotierenden Instrumentes durchgeführt und dabei von ständiger Kühlung durch eine physiologische Kochsalzlösung begleitet. Die Schleimhaut wird nach dem Einsetzen des Implantates wieder vernäht. Komplikationen und Schwellungen lassen sich großteils durch kühle Umschläge und gegebenenfalls durch Einnahme von Medikamenten abwenden.

In der Regel können die vorhandenen Nähte nach einer Zeitspanne von 10 Tagen wieder entfernt werden, da die Wundheilung in dieser Zeit abgeschlossen ist. Eine unbelastete Einheilphase schließt sich an, welche durchschnittlich 2-3 Monate im Unterkiefer und 5-6 Monate im Oberkiefer dauert. Die Zeit unterscheidet sich, da die Knochendichte von Ober- und Unterkiefer verschieden ist.

Das Implantat ist nach dem Einfügen in den Knochen zu meist nicht sichtbar und kann unter der vernähten Schleimhaut einheilen. Dadurch wird das sofortige Einsetzen einer provisorisch herausnehmbaren Prothese möglich, wodurch eine postoperative Entzündung verringert oder gänzlich vermieden werden kann. Eine solche Interimprothese darf keinen Druck auf die über dem Implantatpfosten befindliche Schleimhaut ausüben, denn dadurch könnte der Einheilungsprozess behindert werden.

Eine zuvor erstellte Folie, durch die eine Sonde die Implantationsstelle markieren kann, wird in unserer Praxis in Kassel, vor allem bei Patienten mit dickerer Schleimhaut genutzt. Die Schablone kann beim Freilegen der Implantate verwendet werden, um diese zu lokalisieren und mit einem geringen chirurgischen Aufwand freizulegen.

Bei einem einteiligen Implantat kann die Suprakonstruktion sofort nach der Einheilphase eingegliedert werden, während bei einem mehrteiligen Implantat erst das Gewinde des Implantatkörpers wieder freigelegt wird, die Hals- und Kopfteile werden eingeschraubt und dann die Suprakonstruktion gefertigt und eingegliedert.